Die Akustik-Signalanlagen auf den Einsatzfahrzeugen sollen eine zeitoptimierte Nutzung von Rettungswegen ermöglichen und die bestmögliche Sicherheit während der Fahrt, bzw. an der Einsatzstelle für medizinisches Fachpersonal und Patienten gewährleisten.
 
Aktuell werden bei vielen Fahrzeugen LED-Technik und eine elektronische Akustik eingebaut. Leider bieten diese Techniken nicht das Optimum an Signalwirkung, denn kein elektronisches Horn erreicht die Klangausbreitung einer Martin-Signal Presslufttechnik. Auch die Lichtintensität bei der heute als Standard eingesetzten LED-Technik ist um fast Faktor 3 geringer als bei der historischen Halogen-Version.
Letzteres belegt ein Schaubild auf Seite 7 aus einem Katalog der Fa. Hella.
 
 
Die Kraftfahrzeuge wurden in den letzten Jahren immer besser gegen Geräusche von außen isoliert und dies reduziert zusätzlich den Schallpegel, der das Gehör der Fahrer erreichen muß, damit dieser eine zügige Durchfahrt für Einsatzfahrzeugen auf Alarmfahrt schaffen können.
Die Rettungsgasse ist bei stockendem Verkehr durch das Gesetz vorgeschrieben, jedoch wird sie in der Realität nicht immer gebildet. Die Einsatzkräfte müssen sich mittels ihrer Fahrzeugtechnik "Gehör verschaffen". In Städte ist dieses freialarmieren der Gasse normal. Ohne optimale Technik, die Schalldruck und eine gute Schallausbreitung sicherstellen, geht lebenswichtige Rettungszeit verloren.
 

Bei Halogentechnik bündelt ein Reflextor das Licht der Lampe und dieses wird einem Leuchtturm gleich als intensiver, gerichteter Lichtstrahl im Kreis rotierend, ausgestrahlt. Diese Lichtintensität und Bündelung erreicht heute keine LED-Kennleuchte. Bei Schnellverkehr (Autobahnen und Kraftfahrstaßen) ist eine bei Tag aus großer Entfernung gut erkennbare Absicherung durch Kennleuchten ein wesentlicher Punkt für die Sicherheit an der Einsatzstelle. Die Unterschiede der Lampentechnik sind bei http://unfallbrennpunkt.de/index.php/20-kennleuchten-technik  dargestellt.
Bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen sollte der Fokus nicht auf die evtl. Kosten zur Wartung oder dem Stromverbrauch der Signalanlagen legen, sondern das technische Optimum im Hinblick auf Signal- und Warnwirkung (Halogen und Martin-Signal-Technik) gewäht werden.
 

Blaues Licht ist nicht optimal...
Das Blaulicht wurde im 2. Weltkriehg eingeführt. Dabei stand nicht die Warnwikung auf der Straße im Fokus, sondern die möglichst schlechte Erkennbarkeit aus der Luft. Blaues Licht hat die höchste Streuung, dadurch waren Rettungsfahrzeuge von angreifenden Flugzeugen schlechter erkennbar.
 
Zusatzscheinwerfer mit gelbem Licht optimieren die weithin erkennbare Absicherung von Einsatzstellen.